NETZWERK.ch AG im Restaurant von Arx in Egerkingen

Führungsseminar: Erfolgreiche Nachfolgeregelung und Finanzen

 

Die NETZWERK.CH AG startete mit einem Führungsseminar zu den Themen Nachfolgeregelung und deren Finanzen am 17. Januar 2019 im Restaurant von Arx in Egerkingen ins neue Jahr.

 

Nach der Vorstellung der zahlreichen teilnehmenden Netzwerkpartnern und der Fachreferenten Hrn. Reto Ammann, Regiobank Solothurn AG und Hrn. Jonas Schürmann, ST-Schürmann Treuhand AG Egerkingen orientierte Hr. Jörg Rötheli, Regionalleitung über die Geschehnisse rund ums Netzwerk in 2018. Die beiden Websites netzwerk.ch und regiomagazin.ch werden rege besucht. Die durchgeführten Workshops über Online Marketing, Digitalisierung, Websites und Social Media fanden grossen Anklang, und auch die Partnerevents und das Führungsseminar über Kommunikation / Medienarbeit waren gut besucht.

 

 

Durch den guten beidseitigen Informationsfluss konnten viele Projekte und Aufträge im Netzwerk ausgelöst und ausgeführt werden. Wir bauen die Leistungen für Premium Member und Member konstant aus, Angebote wie Interviews der Geschäftsführer, Einträge im Praxishandbuch werden rege genutzt. Und auch die Agenda im Regiomagazin erfreut sich grosser Beliebtheit und bestätigt unseren eingeschlagenen Weg.

 

 

Referat "Erfolgreiche Nachfolgeregelung"

Von Hr. Reto Ammann, Regiobank Solothurn AG

Das Thema "Nachfolgeregelung" ist äusserst aktuell und betrifft heute jedes 5. KMU. Dabei stehen rund 1 Mio. Arbeitsplätze auf dem Spiel. Kann keine Nachfolgeregelung realisiert werden, bleibt für viele Unternehmen nur die Liquidation. Im Referat wird aufgezeigt, welche Formen der Nachfolgeregelung heute existieren und welche Bereiche/Themen eine Unternehmensnachfolge beinhalten. Dabei geht es darum aufzuzeigen, welche Unterlagen vom Nachfolger aufbereitet werden müssen und wie die Bank anhand dieser Unterlagen eine Finanzierung und in welcher Höhe prüft. Jede Finanzierung beinhaltet ein gewisses Risiko und muss entsprechend auch zumindest teilweise sichergestellt werden. In den Ausführungen von Reto Ammann, Bereichsleiter Firmenkunden und Private Banking, der Regiobank Solothurn AG wird dargelegt, welche Möglichkeiten einer Sicherstellung bestehen, nicht zuletzt auch, falls nötig, von einer Drittseite. Ein zentraler Punkt ist ebenfalls die konstruktive und transparente Zusammenarbeit mit einer Treuhandgesellschaft, damit Fragen bezüglich Steuern, Finanzierung, Liquiditätsplanung, Vorsorge, Nachfolgeregelung usw. professionell bearbeitet werden können. Die intakte "Dreiecks"-Zusammenarbeit zwischen Kunden, Treuhänder und Bank bringt dabei für alle Beteiligten nur Vorteile.

 

Referat "Vorbereitung Nachfolgeregelung"

Von Jonas Schürmann, ST Schürmann Treuhand AG

Das Führen des Rechnungswesens in einer angemessenen Qualität ist ein wichtiges Führungsinstrument für KMU und bildet auch die Basis für diverse Teilaufgaben/-prozesse einer erfolgreichen Nachfolgeregelung. Die gesetzlichen Bestimmungen bzgl. der Buchführung/Rechnungslegung, dem Aufbau und der Bilanzierungsrichtlinien einer Jahresrechnung, sind rechtsformneutral in den Art. 957 ff. OR geregelt. Deren korrekte Anwendung und Umsetzung ist zwar eine gesetzliche Pflicht, wird aber aufgrund der Möglichkeit des Verzichtes auf eine Revisionsstelle (nur unter gewissen Bedingungen möglich) vielfach nicht geprüft und entsprechend nur teilweise korrekt umgesetzt.

 

Bei der Bewertung in der Bilanz der Jahresrechnungen wird oftmals nicht berücksichtigt, dass stille Reserven gebildet oder aufgelöst werden können. Das Bilden von stillen Reserven ist gemäss Schweizerischem Gesetz erlaubt, aber die Unkenntnis darüber, ob nun in einer Bilanz stille Reserven gebildet oder aufgelöst wurden, führt zu einer Fehlinterpretation der Jahresrechnung und einer Unkenntnis des tatsächlich erwirtschafteten Ergebnisses einer Firma. Diesfalls kann auch das gesetzliche Erfordernis der Offenlegung einer wesentlichen Nettoauflösung von stillen Reserven im Anhang der Jahresrechnung nicht eingehalten werden.

 

Ein wichtiges Führungsinstrument ist auch das Erstellen einer Geldflussrechnung (Cashflow), dass gemäss Gesetz nur für Unternehmen mit ordentlicher Revisionspflicht vorgenommen werden muss. Die Geldflussrechnung zeigt die Veränderung der flüssigen Mittel aus der Geschäfts-, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit je gesondert dar. Sie gibt wichtige Informationen über die Eigen- und Fremdfinanzierungsfähigkeit von Unternehmen her.

 

Ein gut ausgebautes Rechnungswesen und deren angemessene Dokumentation bilden auch den Grundstein für das Erstellen einer aussagekräftigen Unternehmensbewertung. Jede Unternehmensbewertung ist nur so gut wie die Qualität der verwendeten Basisinformationen. Stimmt deren Qualität nicht, können die Bewertungsergebnisse und die Preisvorstellungen der Verkäufer oft diametral auseinander gehen.

 

Ein wesentlicher Faktor der Vorbereitung der Nachfolgeregelung ist die Steuerplanung und das Überprüfen der steuerlichen Auswirkungen. Aus steuerlicher Sicht stellt der Verkauf der Kapitalanteile (falls im Privatvermögen) für die Verkäufer vielfach die bestmögliche Lösung dar, da private Kapitalgewinne zurzeit nicht besteuert werden. Dabei gibt es aber u.a. die steuerlichen Stolpersteine „indirekte Teilliquidation“ oder „Transponierung“ zu beachten, die aus dem steuerfreien Kapitalgewinn einen steuerbaren Vermögensertrag machen. Der Beizug eines qualifizierten Steuerberaters ist entsprechend wärmstens zu empfehlen.

 

Ausblick

Der nächste Partnerevent der Visio Coaching GmbH Solothurn-Olten-Brugg in Olten ist für den 20. März 2019 bereits definiert und organisiert.

 

Wir haben einen stetigen Zufluss von Membern, und immer mehr Branchen werden prominent besetzt.

Kontakt:

Netzwerk.ch

Jörg Rötheli Regionalleitung Region Olten

Am Brotkorb 14

4614 Hägendorf

 

062 216 05 19

079 435 30 90

 

joerg.roetheli@netzwerk.ch

www.netzwerk.ch