Digitalisierung

Das Digitale Zeitalter: 5 Geschäftsmodelle die Profit versprechen​

 

Digitale Technologien werden immer schneller entwickelt, bieten wiederum Platz für neue digitale Technologien und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Diese fortlaufenden Veränderungsprozesse – die Digitale Transformation – wirkt sich dabei auf alle Gesellschaftsebenen aus, vor allem aber auch auf Unternehmen.

 

Mit der zunehmenden Digitalisierung gehen nicht nur neue digitale Infrastrukturen, Informationstechniken und Anwendungen einher, sondern auch neue und angepasste Geschäftsmodelle, die sowohl ständige Anpassung sowie viel konzeptionelles und technisches Know-How erfordern. Ein Erfolgsrezept für den Umgang mit der digitalen Welt gibt es nicht und auch eine pauschale Übernahme eines Modells garantiert sicherlich keine gute Bilanz, dennoch sollten sowohl junge als auch etablierte Unternehmen ihre traditionellen Geschäftsmodelle überdenken und erweitern, um von der digitalen Transformation profitieren zu können.

1. Das Disruptive-Modell

Welche kreativen – zum Teil drastischen - Geschäftsmodelle nutzen erfolgreiche Firmen wie zum Beispiel der Online-Vermittlungsdienst Uber aus dem Silicon Valley? Grundlage des Geschäftsmodells sind neuartige Technologien, Produkte oder Dienstleistungen, welche zunächst nur einen kleineren Teil der Kunden ansprechen, deutlich weniger Leistung, aber einen günstigen Preis versprechen und sich dann leistungsmässig schnell steigern und viele Kunden erreichen. Bestehendes Produkte oder Dienstleistungen werden so möglicherweise vollständig verdrängt und andere, bereits erfolgreiche Technologien abgelöst. Dieser Prozess kann manchmal schnell geschehen, in anderen Fällen viele Jahre dauern.

 

2. Die First-and-Fast-Mover oder Pionier-Strategie

In einer sich extrem schnell entwickelnden Zeit kommt es darauf an mit perfektem Timing zu glänzen. Dabei stehen nicht die schnellen Ergebnisse im Vordergrund. Viel eher geht es um Investitionen in relevante Zukunftsideen und die Suche nach optimalen Lösungen. Auch die schnelle Verwerfung und Neuüberarbeitung von Produkten steht im Fokus dieser Strategie. Bestenfalls werden so Neuprodukte ohne vergleichbare Konkurrenz entwickelt, wie beispielsweise der Personal Digital Assistant „Newton“ von Apple, das PKW-Antiblockiersystem von Bosch oder Google, der als Fast-Mover andere Suchmaschinen überholte.       

 

3. Das Long-Tail-Modell

Der digitale Verkauf von virtuellen Produkten, wie beispielsweise bei Itunes oder Amazon sowie eine einfache Produktpräsentation im Internet, ermöglicht Unternehmen – trotz eines grossem und breitem Sortiment – Kosten möglichst tief zu halten. Diese Long-Tail-Strategie soll dazu führen, dass Unternehmen einen Grossteil ihres Umsatzes mit nicht mehr mit einigen wenigen Bestsellern, sondern mit vielen Nischenprodukten machen. Das vielfältigere Angebot soll so vor allem viele, kleinere Zielgruppen bedienen. Auch Online-Auktionsplattformen wie eBay und Ricardo zählen zu solchen Unternehmen, die zudem ihre Kunden aktiv mit einbringen. Die Strategie ist jedoch nicht unumstritten und kann zudem dazu führen, dass die Qualität der Produkte schnell abnimmt, wenn die Absatzzahlen nicht erreicht werden.

 

4. Predictive-Business-Modell

Kann Erfolg berechenbar sein? Durch innovative Technologien und das Internet, welche immer schneller, immer mehr Daten sammeln ist dies nicht nur möglich, sondern kann auch für Unternehmen als Geschäftsmodell eingesetzt und genutzt werden. Der Zufall kann minimiert werden, wenn nicht nur Daten gesammelt, sondern diese auch gezielt eingesetzt werden. Das heisst, dass gesammelte Daten umfassend analysiert, das Muster und Kausalitäten erkannt werden müssen. Ein auf Datenanalysen basierendes mathematisch-stochastisches Vorhersagemodell soll dann optimal vorhersagen und steuern wie Umsatz, Nachfrage und der optimale Preis aussehen könnte. Mit den dann entstandenen Algorithmen soll sich aber nicht nur das Kaufverhalten von Kunden, sondern auch erfolgreiche Musik komponieren, oder die Vorhersage von Verbrechen an bestimmten Orten bestimmen lassen.

 

5. Das Free-Modell

Inhalte im Netz kostenlos zugänglich zu machen und trotzdem wirtschaftlich handeln?

Dies geht beispielsweise wenn kostenlose Angebote an eingeschränkte Nutzungsbedingungen geknüpft sind. Um das volle Programm oder Produkt zu nutzen wird der Kunde zum Zahlen des Mehrwerts – der klar erkennbar sein sollte –angehalten. Hierbei ist vor allem entscheidend, dass die Leistungen der zahlenden Kunden weit ansprechender sind, als die der kostenlosen User und sich von diesen stark abgrenzen. Beispiele solcher prominenter Geschäftsmodelle sind Online-Speicher wie Microsoft OneDrive und Dropbox.