Mitarbeiterführung

Warum eine jährlich stattfindende Führung von Mitarbeitergesprächen wichtig ist

 

 

In regelmässigen Abständen stattfindende Mitarbeitergespräche sind enorm wichtig und dass für beide Parteien. Viele Personen glauben, dass Gespräche dieser Art hinfällig sind, weil sowieso ein ständiger Führungskontakt im tagtäglichen Miteinander vonstattengeht. Dem ist allerdings nicht so. Wo das Zusammenspiel zwischen Mitarbeiter und Führungskraft im normalen Arbeitsalltag eher einer herkömmlichen Tagesroutine gleicht, da kann man bei einem festvereinbarten Gespräch unter 4 Augen Inhalte viel besser intensivieren, Unklarheiten beiseiteschieben und eine Standortbestimmung mit Blick auf die Zukunft erörtern. Für beide Seiten ist eine derartige Chance Gold wert.

 

Wichtige Themen in festgelegten Intervallen besprechen

So, wie es im herkömmlichen Arbeitsalltag ebenfalls wichtig ist bestimmte Aufgaben zu automatisieren und zu verinnerlichen, damit daraus eine sichere Routine entstehen kann, so sollte auch das jährliche Mitarbeitergespräch zu den festen Terminen eines Arbeitsjahres zählen. Viele Themen, die innerhalb dieses Gesprächs angesprochen werden, können im normalen Alltag auf Grund von intensiveren Gesprächsabfolgen nicht behandelt werden. Viel zu oft sind die Tage engmaschig und schnelllebig, sodass ausserhalb eines festgelegten Tages schlicht und einfach die Zeit fehlt näher ins Detail zu gehen.

 

Folgende Themen sollten grundsätzlich immer behandelt werden:

  • Standortbestimmung im Unternehmen
  • Arbeitsbeurteilung / Leistungszusammenfassung
  • Vereinbarung zukünftiger Ziele
  • Plan zur Realisierung der Ziele / Entwicklungsplanung

Das Thema Standortbestimmung ist für den Mitarbeiter für die Planung der Zukunft sehr wichtig. Er erfährt an dieser Stelle beispielsweise, ob seine Aufgabengebiete sich ändern werden oder ob neue Einsatzorte eingeplant sind. Im Gegenzug erhält auch die Führungskraft die Chance ehrliches Feedback abzubekommen und herauszuhören, ob der Mitarbeiter sich mit der aktuellen Situation noch wohl fühlt oder ob die Zeichen eventuell in Richtung Abschied gehen.

Mitarbeiterbeurteilungen und Zielvereinbarungen sind hingegen gute Mittel, um Leistungen detailliert zusammenzufassen und bei Bedarf weiter in die Höhe zu treiben bzw. zu optimieren. Auf diese Weise können beide Seiten zusammen erarbeiten, in welchen Etappen die jeweiligen Punkte angegangen werden sollten, um auf lange Sicht gesehen das Ergebnis zu erreichen. Die Erstellung eines Förder- und Entwicklungsplans kann diesbezüglich sehr hilfreich sein. Ohne ein derartiges Meeting würden beide Parteien dauerhaft im Ungewissen schweben und Differenzen könnten sich eventuell auf Grund von Stillschweigen erhöhen.

 

Ein guter Ablauf bringt gute Ergebnisse

Der Ablauf eines Mitarbeitergesprächs darf keineswegs eine Einbahnstrasse sein. Wenn das Führungspersonal glaubt, dass das Gespräch lediglich dazu dient Anweisungen von oben herab auszusprechen, dann wird der Sinn und Zweck eines derartigen Aufeinandertreffens sehr schnell verfehlt oder eine Situation wird verschlimmert.

 

Nur eine Atmosphäre, in der beide Seiten respektvoll alle wichtigen Punkte aufzählen können, kann erfolgsbringend sein. Spannungen und Probleme müssen, wie intensiv sie auch in der Vergangenheit vonstattengingen, in einer normalen Art und Weise besprochen werden. Gemeinsame, sachliche Lösungsansätze sind gefragt und keine Aneinanderreihungen von Schuldzuweisungen und wahllosen Kritiken. Es muss versucht werden eine Korrekturchance herzustellen, die für die spätere Arbeitszufriedenheit und Motivation förderlich ist. Nur eine Situation, die von Klarheit und Verbindlichkeit geprägt ist, kann schlussfolgernd zur Wertschätzung führen. Wer diese Punkte verinnerlicht, der wird feststellen, dass ein jährlich stattfindendes Mitarbeitergespräch ein sehr effektives Vorgehen ist.

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

Nur eine gute Vorbereitung kann gewährleisten, dass das Mitarbeitergespräch von Erfolg gekrönt ist. Wer glaubt, dass ein derartiges Meeting spontan aus dem Bauch heraus in die Wege geleitet werden kann, der täuscht sich gewaltig. Inhalte können mit einer solchen Herangehensweise nicht intensiv genug angesprochen werden, weil weder Führungskraft noch Mitarbeiter vorab genug Gedanken fassen konnte.

 

Es ist wichtig, dass ein Termin frühzeitig benannt und angekündigt wird, damit man sich sowohl organisatorisch als auch mental darauf vorbereiten kann. Auch die Zeit während des Termins sollte grosszügig genug angesetzt sein, damit keine Partei sich unter Druck gesetzt fühlt oder man eventuell von anderen Personen zwischenzeitlich gestört wird. Ist eine solche Grundstimmung von Anfang an nicht abzusehen, sollte der Termin auf einen besseren Tag verschoben werden.